Fürstenwalde (Spree) (mit den Gemeinden Steinhöfel und Amt Odervorland)

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Andreas Politz

Kontaktdaten:

Stadtverwaltung Fürstenwalde
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde

Tel: 03361 / 557104
E-Mail: tfks@fuerstenwalde-spree.de
WWW: http://www.plattform-fuerstenwalde.de/lap

Förderzeitraum

Bundesprogramm VIELFALT TUT GUT: Entwicklung und Implementierung: 09/2007-12/2010

Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN: Sicherung der Nachhaltigkeit: seit 01/2011

Fördergebiet

Stadt Fürstenwalde/Spree,Gemeinde Steinhöfel,Amt Odervorland

Größe des Fördergebiets

409,2 km²

Einwohnerzahl

42.276

Leitziele

Die Ressourcen von Zivilgesellschaft im Zusammenspiel mit politisch Verantwortlichen und Verwaltung sind nachhaltig zur Abwehr von Demokratiegefährdungen durch Extremismus nutzbar gemacht und in entsprechende Strukturen eingebunden.

Handlungskonzept

1. Programminhalte und Bedarfsanalyse
Mit dem Bekannt werden der Möglichkeiten, die sich im Rahmen des Förderprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN für bereits bestehende LAPs ergeben, betrachteten wir zuerst die Bedarfe, welche wir im Fördergebiet eruierten. Hier erkannten wir schnell, dass zum einen die hervorragenden Ergebnisse, welche aus der Projektarbeit im ländlichen Raum resultieren, nachhaltig gesichert werden müssen. Zum anderen wollten wir auch die geschaffene Arbeitsstruktur des Lokalen Begleitausschusses (BGA) langfristig sicherstellen und in bereits bestehende Strukturen überführen.

2 Ressourcenanalyse
Für die festgestellten Bedarfe mussten nun potenzielle Träger gefunden werden. Im ländlichen Raum war uns schnell klar, dass der Evangelische Kirchenkreis, welcher schon in den letzten Jahren die Projektarbeit umsetzte, auch weiterhin der ideale Partner ist.
Für die Überführung des Gremiums BGA in bestehende Strukturen, zeigt sich die Plattform „Gegen Rechts“ als geeignet. Beide Parteien wurden angesprochen und gemeinsam mit der Stadt Projektideen entwickelt.

3 Sicherung der Umsetzung
Um die benannte Zielstellung zu erreichen sollen zwei Projekte initiiert werden, die zum einen im städtischen, zum anderen im ländlichen Raum wirken werden (siehe Projektideen). Da an beiden Stellen im Rahmen von „VIELFALT TUT GUT“ bereits Strukturen entstanden sind, kann an diese angeknüpft werden und eine Weiterentwicklung stattfinden. Begleitet, unterstützt und beraten werden, sollen die Projekte von einer externen Koordinierungsstelle, welche als drittes Projekt geplant ist. Im bisherigen Programmverlauf mussten wir erkennen bzw. anerkennen, dass auch unsere lokalen Träger nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit besitzen. Die daraus resultierende Notwendigkeit einer erhöhten Hilfs- und Betreuungsdichte wird von der Koordinierungsstelle abgesichert. Die geplanten Projekte werden bereits Ende 2010 in dem Maße konzipiert und strukturiert, dass ein Arbeitsbeginn so früh wie möglich erfolgen kann. Dies lässt Raum für die Begleitung sowie die schrittweise, über das Jahr verteilte, strategische Evaluation der Wirkungsweisen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bieten die Möglichkeit, Prozesse auch kurzfristig und individuell umzulenken.

Zielgruppen

Für die Projektideen gilt es, insbesondere mit Blick auf nachhaltige Wirkungen, um die Aktivierung, Motivierung und Befähigung einer breiten Zivilgesellschaft.

Hierzu gehören Vereine, Verbände, Organisationen genauso, wie die einzelnen Bürgerinnen und Bürger, welche das Leben in der Stadt sowie im ländlichen Raum maßgeblich gestalten. Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, ist die Einbeziehung von Multiplikator/- innen von großer Bedeutung. Dies sind zum einen Menschen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Schule/Berufsschule, Vereine/Verbände, Wirtschaft, Kindertagesstätten und Kinder- und Jugendarbeit, aber auch deutungsmächtige Persönlichkeiten als Zugangsmöglichkeit, beispielsweise zu migrantischen Communities.

Generell kann festgehalten werden, dass die Umsetzung der Zielstellung sowohl im Bezug auf die erforderlichen Mitwirkenden als auch auf die Betroffenen von anvisierten Wirkungen, kaum eine Gruppe auslässt. Kinder, Jugendliche, Eltern und Migrant/- innen sind hier ebenso zu benennen wie Sozialarbeiter/- innen, Lehrer/- innen, Trainer/- innen etc.

Begleitausschuss

1. Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt Fürstenwalde
2. Bürgermeisterin der Gemeinde Steinhöfel
3. ehrenamtlicher Bürgermeister oder Amtsdirektor des Amtes Odervorland
4. Fachgruppenleiter Familie, Soziales und Bildung der Stadt Fürstenwalde
5. Jugendamt des Landkreises Oder-Spree
6. Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Fürstenwalde
7. Vertreter/in Integrationsbeirat der Stadt
8. Vertreter/in Plattform gegen Rechts
9. Sprecher/in der Fachgruppe Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit der Arbeitsgruppe nach § 78 Sozialgesetzbuch VIII
10. Vertreter/in Bündnis für Familien
11. Stadtjugendpflegerin
12. Evangelische Kirchenkreis Fürstenwalde - Straußberg
13. Vertreter/in Gleichstellungsbeirats

Der Begleitausschuss hat eine Geschäftsordnung. Projektanträge werden von der Koordinierungsstelle gesammelt und gegebenenfalls begleitet, auf Vollständigkeit und Entscheidungsfähigkeit geprüft und dem Begleitausschuss vorgelegt. In der Regel ist der/ die Antragsteller/ in persönlich vor Ort und erhält eine bestimmte Redezeit zur Vorstellung des Projektes. Daraufhin bleibt Raum für Nachfragen der Ausschussmitglieder. Diese entscheiden dann nach den Kriterien Zielführung, Ausgewogenheit zwischen den Handlungszielen und dem städtischen bzw. ländlichen Raum und Nachhaltigkeit miteinfacher Mehrheit.
Im Rahmen des Förderprogramms, ist eine schrittweise Überführung des Ausschusses in die Strukturen der Plattform gegen Rechts vorgesehen.



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