Dahme-Spreewald

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Silvia Enders

Kontaktdaten:

Landkreis Dahme-Spreewald
Reutergasse 12
15907 Lübben (Spreewald)

Tel: 03546 / 201519
E-Mail: Ordnungsamt@dahme-spreewald.de
WWW: http://www.europaverein-ds.de/toleranz-foerdern-kompetenz-staerken.html

Förderzeitraum

Bundesprogramm VIELFALT TUT GUT: Entwicklung und Implementierung: 01/2007-12/2010

Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN: Sicherung der Nachhaltigkeit: seit 01/2011

Fördergebiet

Landkreis Dahme-Spreewald

Größe des Fördergebiets

2.261,09 km²

Einwohnerzahl

161.410 (31.05.2012)

Leitziele

Der größtmögliche Teil der Bevölkerung des Landkreises Dahme- Spreewald ist demokratisch gestärkt, lehnt undemokratische Strukturen ab und zeigt Zivilcourage.

Handlungskonzept

Rechtsextremismus ist kein Jugend, sondern ein Gesellschaftsproblem. Die Aktivitäten gegen Rechtsextremismus sind so durchzuführen, dass viele Partner/innen gewonnen werden, die in der Summe aller den Rechtsextremismus in allen seinen Erscheinungsformen nachhaltig zurückdrängen. Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Das Demokratieverständnis der Menschen ist auszubauen und zu festigen. Vor allem sind gelingende und nachhaltige demokratische Erfahrungen zu ermöglichen und zu fördern. Damit soll u. a. verhindert werden, dass rechtsextremistische Parteien in die gewählten Volksvertretungen auf den verschiedenen Ebenen (Gemeinde-, Kreis-, Landesebene) einziehen können. Es gilt auf Parallelen zwischen der NS-Diktatur und dem heutigen Rechtsextremismus in seiner Ideologie, den Strukturen und konkreten Handlungsvollzügen hinzuweisen. Dafür sollte nach Möglichkeit auf regionale Aspekte (u. a. Halbe) hingewiesen werden. Erlangte Kenntnisse aus rechtsextremistischen Szenen oder Strukturen sind für Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu verwerten. Maßnahmen zur nachhaltigen Zurückdrängung der rechtsextremistischen Szene und Strukturen sind so anzulegen, dass sie durch Akteure sämtlich auch umgesetzt werden können. Die kommunalen Verwaltungen sind partnerschaftlich zu unterstützen z. B. auch bei einer möglichen Kündigung von durch die rechtsextremistische Szene oder Strukturen genutzten Domizils (§§ 556a Abs. 4 ff. BGB). Der Entzug rechtsextremistischer Rückzugsräume ist ein probates Mittel, die örtliche rechtsextremistische Szene empfindlich zu treffen und ihr die Ruheräume zu nehmen.
Alle am Programm "Für Toleranz und Demokratie- gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit im Landkreis Dahme-Spreewald" beteiligten Institutionen und Vereine sowie Behörden unterstützen sich gegenseitig und können in Abstimmung mit der Koordinierungsstelle auf alle Akteure zurückgreifen.
Die Zielgruppen aller Aktivitäten und Projekte des LAP sind an der Entwicklung und Umsetzung aller sie betreffenden Angebote zu beteiligen. Mädchen und Jungen, Frauen und Männer wird jeweils der gleiche Zugang zu allen Aktivitäten gegen Rechtsextremismus gewährt. Ihren besonderen Lebenslagen, Interessen und Potentialen ist dabei gleichermaßen Rechnung zu tragen, wie den festzustellenden Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen.

Zielgruppen

Der Schwerpunkt der Arbeit gegen Rechtsextremismus soll präventiv im Schulbereich und in der Jugendarbeit liegen. Daneben können aber auch andere Handlungsfelder eigenständig erschlossen oeder mit dem Schul- oder Jugendarbeitsbereich verknüpft werden. Besondere Unterstützung soll jungen Menschen gegeben werden, die demokratische Werte mit Leben und Lebendigkeit füllen. Ihre positiven Erfahrungen und Ideen sollen nach Möglichkeit auch in andere Bereiche der Gesellschaft übertragen werden. Junge Menschen, die Kontakt zu rechtsextremistischen Strukturen haben, sollen Hilfe und Unterstützung erhalten. Sie sollen bei Bemühungen adäquat unterstützt werden, sich von diesen Strukturen zu lösen. Wenn möglich kann eine Integration in bestehende demokratische Jugendkulturen unterstützt werden. Einrichtungen der Jugendarbeit sind vor einer möglichen "Unterwanderung" durch rechtsextremistische Gruppierungen zu schützen.

Begleitausschuss

Der Begleitausschuss konstituiert sich aus folgenden Mitgliedern:
- stellvertretender Landrat
- ein Vertreter/in des Seniorenbeirates
- ein Vertreter/in des Staatlichen Schulamtes
- ein Vertreter/in der Polizei
- ein Vertreter/in des Caritasverband der Diözese Görlitz
- ein Vertreter/in des Humanistischen
Regionalverbandes Ostbrandenburg e. V.
- ein Vertreter/in des Kreisjugendringes
- zwei Vertreter/in der Städte, Ämter und Gemeinden
- ein Vertreter/in des Lübbener Forums
- ein Vertreter/in der Kirchen
- ein Vertreter/in der Sozialarbeiter/innen



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