Cottbus

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Ramona Sibrover

Kontaktdaten:

Stadtverwaltung Cottbus
Neumarkt 5
03046 Cottbus

Tel: 0355 / 6122839
E-Mail: ramona.sibrover@neumarkt.cottbus.de
WWW: http://www.lap-cottbus.de

Förderzeitraum

Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN: Entwicklung und Erstimplementierung seit 01/2011

Fördergebiet

Kreisfreie Stadt Cottbus

Größe des Fördergebiets

164,28 km²

Einwohnerzahl

100.034

Leitziele

Motto :
Vielfalt leben, Gemeinsamkeiten schaffen, zusammen mehr erreichen

LZ:
Cottbus/Chóśebuz ist ein lebenswertes, offenes und attraktives Zentrum gelebter Menschenrechte, sicherer Lebens - und Lernort mit Zukunft und Perspektive für alle Menschen aller Generationen.

Handlungskonzept

Das gemeinsame Wirken von Vereinen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Akteuren in Abstimmung mit der Verwaltung und der Politik soll der Erreichung der Ziele des LAP dienen. Dabei sind Menschen aller Alters-gruppen aktiv einzubeziehen. Bereits vorhan-dene Vernetzungen, Kommunikationsstränge und Arbeitsansätze gilt es zu nutzen und auszubauen. Projektideen sollen nicht wahllos entwickelt werden, sondern an den positiven Erfahrungen und Wirkungen möglicher vorangegangener Projekte anknüpfen, die aus dem LAP-Kontext oder aus anderen Zusammenhängen stammen können. Projekte, die im Rahmen des LAP zur Umsetzung kommen sollen, müssen einen deutlichen Bezug zu der dem LAP zugrunde liegenden Strategie aufweisen. Es muss möglich sein, auf der Grundlage von Ergebnissen einzelner Projekte neue Arbeitsschritte und Projektideen entwickeln zu können. Resultierend sollten Projektideen Vorrang haben, an denen bei Bedarf angeknüpft werden kann und die nicht auf ein kurzfristiges und begrenztes Resultat ausgerichtet sind. Das Demokratieverständnis der Menschen in der Stadt Cottbus soll im Ergebnis unserer Bemühungen ausgebaut und gefestigt werden. Vor allem sind gelingende und nachhaltige demokratische Erfahrungen zu ermöglichen und zu fördern. Cottbus braucht Weltoffenheit und ein Klima der Toleranz und Sicherheit. Die Aktivitäten gegen Rechtsextremismus sind so durchzuführen, dass viele Partner/innen gewonnen werden, die in der Summe den Rechtsextremismus in allen seinen Erscheinungsformen nachhaltig zurückdrängen. Dabei ist die Einbeziehung aller Generationen zu beachten. Unterstützung soll jungen Menschen gegeben werden, die demokratische Werte mit Leben und Lebendigkeit füllen. Ihre positiven Erfahrungen und Ideen sollen auch in andere Bereiche der Gesellschaft übertragen werden. Es gilt, auf Parallelen zwischen der NS-Diktatur und dem heutigen Rechtsextremismus in seiner Ideologie, den Strukturen und konkreten Handlungsvollzügen hinzuweisen. Dafür sollte auf regionale Aspekte hingewiesen werden. Erlangte Kenntnisse aus rechtsextremistischen Szenen oder Strukturen sind für Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Rahmen von Mikroprojekten zu verwerten. Die Maßnahmen zur nachhaltigen Zurückdrängung der extremistischen Szenen und Strukturen sind möglichst so anzulegen, dass sie durch Akteure sämtlich auch umgesetzt werden können. Die Zielgruppen aller Aktivitäten und Projekte des LAP sind an der Entwicklung und Umsetzung aller sie betreffenden Angebote aktiv zu beteiligen.

Zielgruppen

Kinder und Jugendliche:
Die Vermittlung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen führen zu selbstbewusstem, selbstbestimmten Handeln. Hier sind vor allem die noch nicht politisch festgelegten und nicht rechts orientierten Jugendlichen angesprochen. Durch gezielte Aufklärungsarbeit kann rechtsextremen Haltungen entgegengewirkt und die Entwicklung demokratischer Denkweisen gefördert werden.
Erzieher/innen, Lehrer/innen, Multiplikator/innen:
Akteure, die mit der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen betraut sind, werden für diese Aufgabe nachhaltig und zielgruppenspezifisch qualifiziert, um demokratisches Handeln zu fördern und dem Alltagsrassis-mus zu begegnen. Auf diesem Wege wird sichergestellt, dass breite Teile der Gesellschaft für die Ziele einer demo-kratischen und weltoffenen Gesellschaft erreicht werden.
Deutungsmächtige staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure:
Begleitend zu allen Aktivitäten ist die Einbindung politischer Entscheidungsträger durch Kommunikation, Teilnahme an Projektveranstaltungen und evt. Übernahme von Patenschaften aktiv einzubeziehen, um schon jetzt auf die nachhaltige Wirkung des LAP hinzuarbeiten.
Bürger/innen aus den verschiedensten Kontexten sollen ermuntert und unterstützt werden sich aktiv ihrer eigenen Belange anzunehmen und das Gemeinwesen mitzugestalten. Verschiedene Methoden zur Beteiligung werden angeboten und ggf, gefördert.
Generationenübergreifende Projekte sollen die Identifikation mit der Region stärken.

Begleitausschuss

Als Vertreter/innen der Stadtverwaltung (stimmberechtigt mit 20%): Beigeordneter GB II Ordnung, Sicherheit, Umwelt und Bürgerservice, Geschäftsstelle des Präventionsrates der Stadt Cottbus, FBL Jugend, Schule und Sport
Als Vertreter/innen der Zivilgesellschaft (stimmberechtigt mit 80%) sind Personen aus folgenden Institutionen, Bündnissen, Arbeitskreisen oder Vereinen vertreten: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Cottbus, Arbeitskreis gegen Rechtsex-tremismus Sachsendorf und Schmellwitz, Beratungsstelle der Polizei, Bürgerverein Schmellwitz, BTU-Cottbus, Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Cottbus e.V., DGB, Domowina Bund Lausitzer Sorben e.V., Förderverein Cottbuser Aufbruch e.V., RAA Cottbus, Staatliches Schulamt Cottbus
Beratend nehmen an den Sitzungen teil: Büro OB, Integrationsbeauftragte der Stadt Cottbus, Externe Koordinierungsstelle, MBT

Der Begleitausschuss konstituierte sich im Februar 2011 und hat sich in der ersten Sitzung zu den Grundlagen der gemeinsamen Arbeit vereinbart. Während einer Klausurtagung im August 2011 verständigten sich die Mitglieder zu den Erfolgskriterien und legten daraufhin die Vergabekriterien für die Bewilligung von Mikroprojekten durch das Gremium fest.
Projektträger erhalten die Möglichkeit, ihr Projekt persönlich dem Ausschuss vorzustellen.
Das Gremium legt die strategische Ausrichtung des Lokalen Aktionsplans fest und überwacht seine Umsetzung. Im Begleitausschuss werden Entscheidungen zu Erweiterungen oder Korrekturen des LAP getroffen. Darüber hinaus trifft der Ausschuss Grundsatzentscheidungen zu den zu fördernden Mikroprojekten. Er kann eine Fremdevaluation durchführen.
Der Begleitausschuss hat sich im engagierten Wirken jedes einzelnen Mitgliedes in der Entwicklungsphase außerordentlich bewährt und bildet durch die Qualität der Vernetzung und die gesammelten Erfahrungen eine wertvolle Ressource.



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