Spree-Neiße

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Jana Handrischeck

Kontaktdaten:

Landkreis Spree-Neiße
Heinrich-Heine-Str. 1
01349 Forst (Lausitz)

Tel: 03562 / 98610016
E-Mail: partnerschaftsbeauftragte@lkspn.de
WWW: http://www.lap-spree-neisse.de

Förderzeitraum

Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN:
Entwicklung und Erstimplementierung seit 01/2011

Fördergebiet

Landkreis Spree-Neiße

Größe des Fördergebiets

1.648 km²

Einwohnerzahl

128.470

Leitziele

Der größtmögliche Teil der Bevölkerung im Landkreis Spree-Neiße ist demokratisch gestärkt, lehnt undemokratische Strukturen ab und engagiert sich für Demokratie und Toleranz.

Handlungskonzept

Der Schwerpunkt der Arbeit gegen Rechtsextremismus soll präventiv im Schulbereich und in der Jugendarbeit liegen. Daneben sollen aber auch andere Handlungsfelder eigenständig erschlossen oder mit dem Schul- oder Jugendarbeitsbereich verknüpft werden. Besondere Unterstützung soll Menschen gegeben werden, die demokratische Werte mit Leben und Lebendigkeit füllen. Junge Menschen, die Kontakt zu rechtsextremistischen Strukturen haben, sollen Hilfe und Unterstützung erhalten. Sie werden bei Bemühungen adäquat unterstützt, sich von diesen Strukturen zu lösen. Wenn möglich, kann eine Integration in bestehende demokratische Jugendkulturen unterstützt werden. Das Demokratieverständnis der Menschen ist auszubauen und zu festigen. Vor allem sind gelingende und nachhaltige demokratische Erfahrungen zu ermöglichen und zu fördern. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass rechtsextremistische Parteien in die gewählten Volksvertretungen auf den verschiedenen Ebenen (Gemeinde-, Kreis-, Landesebene) einziehen können. Es gilt, auf Parallelen zwischen der NS-Diktatur und dem heutigen Rechtsextremismus in seiner Ideologie, den Strukturen und konkreten Handlungsvollzügen hinzuweisen.
Erlangte Kenntnisse aus rechtsextremistischen Szenen oder Strukturen sind für Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu verwerten. Maßnahmen zur nachhaltigen Zurückdrängung der rechtsextremistischen Szenen und Strukturen sind
so anzulegen, dass sie durch Akteure sämtlich auch umgesetzt werden können.

Die Zielgruppen aller Aktivitäten und Projekte des Lokalen Aktionsplans sind an der Entwicklung und Umsetzung aller sie betreffenden Angebote zu beteiligen. Es ist eine abgestimmte und zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln, die zum einen Anliegen und Entwicklungsstand des LAP transportiert, vor allem aber hilft, demokratische Signale in die Alltagswahrnehmung der Bevölkerung zu transportieren und dort zu verankern. Auf der Grundlage der strategischen Entwicklungsziele sind alle Mittler- und Handlungsziele so entwickelt und die Einzelmaßnahmen (Handlungskonzept) so geplant und umgesetzt, dass sie auch der Förderung der Chancengleichheit von Mädchen und Jungen/Frauen und Männern dienen.

Ganzjährig erfolgt die Beratung der Projektträger und die Koordinierung der notwendigen Schritte zur Erreichung der Ziele des LAP durch die Koordinierungsstelle.

Zielgruppen

Kinder/Jugendliche:
Die Vermittlung sozialer Kompetenzen bei Kindern/Jugendlichen führen zu selbstbewusstem, selbstbestimmtem Handeln. Hier sind vor allem die noch nicht politisch festgelegten u. nicht rechts orientierten Jugendlichen angesprochen. Durch gezielte Aufklärungsarbeit kann rechtsextremen Haltungen entgegengewirkt u. die Entwicklung demokratischer Denkweisen gefördert werden.
Erzieher/innen, Lehrer/innen, Multiplikator/innen:
Akteure, die mit der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern/Jugendlichen betraut sind, werden für diese Aufgabe nachhaltig und zielgruppenspezifisch qualifiziert, um demokratisches Handeln zu fördern und dem Alltagsrassismus zu begegnen. Auf diesem Wege wird sichergestellt, dass breite Teile der Gesellschaft für die Ziele einer demokratischen und weltoffenen Gesellschaft erreicht werden.
Deutungsmächtige staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure:
Begleitend zu allen Aktivitäten ist die Einbindung politischer Entscheidungsträger durch Kommunikation, Teilnahme an Projektveranstaltungen und evt. Übernahme von Patenschaften aktiv einzubeziehen, um schon jetzt auf die nachhaltige Wirkung des LAP hinzuarbeiten.
Bürger/innen aus den verschiedensten Kontexten sollen ermuntert und unterstützt werden, sich aktiv ihrer eigenen Belange anzunehmen und das Gemeinwesen mitzugestalten. Verschiedene Methoden zur Beteiligung werden angeboten u. ggf. gefördert.
Generationenübergreifende Projekte sollen die Identifikation mit der Region stärken.

Begleitausschuss

1. Vorsitz (Landkreis SPN. FBL Ordn., Sich,, Verkehr)
2. Amtsdirektorin Amt Peitz
3. Kreissportbund
4. Stiftung SPI
5. Nix e. V.
6. Wohnanlage Neue Heide Welzow
7. RAA-Cottbus
8. KreisjugendringSpree-Neiße e.V.
9. Gewerkschaft IG BCE
10. Freiwillige Feuerwehr
11. Polizei
12. Staatliches Schulamt
13. Landkreis SPN, Integrations-/Behindertenbeauftragte
14. Domowina RV NL e.V.

Die Mitglieder wurden von der BGA-Vorsitzenden berufen. Der BGA hat sich eine gültige Geschäftsordnung gegeben. Auf einer Klausurtagung wurde eine Vergaberichtlinie, basierend auf den gemeinsam erarbeiteten Förderkriterien, festgelegt.
Projektträger haben die Möglichkeit, ihr Projekt selbst dem Ausschuss vorzustellen. Die zu fördernden Mikroprojekte sollen auf einer Analyse der lokalen Situation beruhen; überprüft wird, ob das Mikroprojekt geeignet ist, die Ziele des LAP und die gewünschten Zielgruppen zu erreichen.



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