Teltow-Fläming

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Christiane Witt

Kontaktdaten:

Landkreis Teltow-Fläming
Am Nuthefliess 2
14943 Luckenwalde

Tel: 03371 / 6081085
E-Mail: christiane.witt@teltow-flaeming.de
WWW: http://www.lap-teltow-flaeming.de

Förderzeitraum

Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN: Entwicklung und Erstimplementierung seit 01/2011

Fördergebiet

Landkreis Teltow-Fläming

Größe des Fördergebiets

2.092,08 km²

Einwohnerzahl

161.120

Leitziele

1. Die Einwohner im Landkreis TF sind tolerant und verhalten sich gewaltfrei.
2. Die im Landkreis lebenden Menschen sind zivilgesellschaftlich engagiert.
3. Eine größtmögliche Zahl von Einwohnern im Landkreis TF lehnt rechtsextremistisches und rechtspopulistisches Verhalten und Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus ab und tritt dagegen ein. Sie begreift gesellschaftliche Vielfalt als Bereicherung.
4. Integration geht alle an – unabhängig von der Herkunft, dem Alter und Geschlecht.
5. Die Menschen im Landkreis TF kennen die regionale Geschichte, die Kultur und die Trad

Handlungskonzept

Im Rahmen der Situations- und Ressourcenanalyse wurde deutlich, dass es im Landkreis ein großes Interesse an der Stärkung des demokratischen Miteinanders und am Zurückdrängen emokratiefeindlicher Bestrebungen gibt, dass sich viele Bürger, Initiativen und Vereine engagieren, und dass es bereits eine Vielzahl von Projekten gibt. Die vorhandenen Netzwerke können aber bisher ein zu großes Nebeneinander nicht verdecken. Vielfach wissen die Menschen im Landkreis nichts von Angeboten bzw. stehen diesen, weil nicht ihre Sorgen und Nöte treffend, gleichgültig oder sogar ablehnend gegenüber. Vor diesem Hintergrund werden entsprechend der fünf durch die Ziele abgebildeten Handlungsfelder zunächst vorrangig fünf Vorbildprojekte auf den Weg gebracht. Diese sollen exemplarisch sein hinsichtlich:
- der Methodik,
- der Vielfalt der beteiligten Strukturen (Netzwerkcharakter),
- der Effizienz und Vielfalt der eingesetzten Ressourcen,
- mehrfache Zielanbindung,
- der Nachhaltigkeit.
Dazu wird der BGA im Dezember 2011 aus den bisher entwickelten Projektideen eine Vorauswahl getroffen. Die potentiellen Projektträger werden durch die Koordinierungsstelle bzw. BGA-Mitglieder direkt angesprochen. Die nach dem öffentlichen Aufruf zur Einreichung von Projekten Ende Dezember 2011 eingehenden Projekte werden ebenfalls hinsichtlich ihrer möglichen Vorbildfunktion bewertet.
Die gesamten Ende Januar durch den BGA ausgewählten Projekte werden von der Koordinierungsstelle und Mitgliedern des BGA begleitet. Jedes Projekt erhält einen Paten aus dem Kreis des BGA. Die Koordinierungsstelle macht bedeutende lokale Akteure bereits in der Antragsphase auf die Projekte aufmerksam und wirbt um deren Unterstützung.
Im Verlaufe des jeweiligen Projektes erfolgt eine ständige Evaluierung, deren Ergebnisse auf den LAP-Prozess rückgekoppelt werden. Die Projektträger, BGA und Koordinierungsstelle informieren regelmäßig über den Fortgang der Projekte. Die Information und der Austausch mit der Öffentlichkeit findet insbesondere über die beiden Internetpräsenzen des LAP , den geplanten Newsletter und Pressearbeit statt. Die Verantwortung liegt bei der im BGA gebildeten Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit. Weiterbildung ist ein wichtiges Element, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Die Veranstaltungen für Akteure werden auf der Basis der Bedarfe und Themen des LAP geplant und organisiert. Neben den Themenfeldern "Fundraising" und "Aufbau und Pflege von Netzwerken" wird es eine Moderatorenausbildung geben.

Zielgruppen

Im Verlaufe des LAP-Prozesses wurde von den beteiligten Akteuren verdeutlicht, dass die zentrale Frage in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Gewalt das demokratische Miteinander aller im Landkreis lebenden Menschen und eine breite Aufstellung der gesellschaftlichen Akteure ist. Deshalb ist es uns wichtig eine größtmögliche Zahl von Menschen uber den LAP zu erreichen.

Die fünf Leitziele des LAP beziehen sich dabei auf verschiedene Zielgruppen:
Für das Leitziel 1 beziehen sich Projekte/Projektideen vorrangig auf Kinder ab Vorschulalter, Eltern, politische und gesellschaftliche Multiplikatoren, Lehrer.
Für das Leitziel 2 beziehen sich die Projekte und Projektideen in erster Linie auf erwachsene Bürger, Mitarbeiter der Verwaltung, Kommunalpolitiker und Kinder/Jugendliche, Vertreter der Wirtschaft.
Für das Leitziel 3 beziehen sich die Projekte bzw. Projektideen auf alle Bürger, insbesondere Erzieher und Lehrer, Eltern, Verwaltungen/Behörden und deren Mitarbeiter
Für das Leitziel 4 beziehen sich die Projekte bzw. Projektideen auf alle Bürger, Kinder und Jugendliche, auf Schüler und Lehrer, Migranten, Spätaussiedler und Asylbewerber, Multiplikatoren und einflußreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.
Für das Leitziel 5 beziehen sich die Projekte bzw. Projektideen auf alle Bürger, auf Kinder und Erzieher, Schüler und Lehrer, politische und kulturelle Multiplikatoren.

Begleitausschuss

Der Begleitausschuss hat sich am 4. Oktober 2011 aus der bisherigen Steuerungsrunde konstituiert. Er umfasst z. Z. 18 Mitglieder und 10 Stellvertreter. Von den Mitgliedern stammen sechs aus der Verwaltung (Kreisverwaltung/Jugendhilfe, Feuerwehr, Polizei, Jobcenter). Zwei kommen aus der Diakonie, einer ist Kreisjugendpfarrer der Evangelischen Kirche. Zwei sind Kommunalpolitiker mit Erfahrungen in der Jugend- und Integrationsarbeit. Ein Mitglied stammt aus einem Jugendverband. Ein Mitglied arbeitet in einer Bürgerinitiative gegen Gewalt und Rechtsextremismus mit. Ein BGA-Mitglied arbeitet als Jugendsozialarbeiter, Vier Mitglieder haben Vereine und Netzwerke als Hintergrund. Von den Stellvertretern gehört eine Person der Verwaltung an, eine ist Mitglied eines Jugendverbandes. Hinzu kommen ein Jugendsozialarbeiter, ein Mitglied des Migrationsrates in Teltow-Fläming. Die übrigen Stellvertreter sind interessierte Bürger, z.T. mit Vereinshintergrund.



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