kompetent. für Demokratie

Gestalterisches Bild: Logo des Bundesprogramms kompetent. für Demokratie und diverse Schlagwörter

Von 2007 bis 2010 unterstützte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ die Länder beim Aufbau von landesweiten Beratungsnetzwerken, die in krisenhaften Situationen mit rechtsextremem Hintergrund fachkompetente Hilfe und Beratung bereitstellen. Die Förderung belief sich auf fünf Millionen Euro jährlich.

Das Programm verfügte über eine 3-Säulen-Struktur:

Programmsäule 1: Förderung der Einrichtung von landesweiten Beratungsnetzwerken und Mobilen Interventionsteams

In den sechzehn Bundesländern wurden Landeskoordinierungsstellen eingerichtet, die jeweils in einem Landesministerium oder bei einem ausgewählten fachkompetenten Träger angesiedelt sind. Sie bündeln Informationen über die Kompetenzen der Fachkräfte in den staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen des Landes, die über Expertise auf den Gebieten Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus verfügen. Wer von einem Konflikt betroffen ist, kann sich direkt an die jeweilige Landeskoordinierungsstelle wenden. Hier laufen die Informationen über Beratungsfälle und die zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen. Im Konfliktfall stellt die Landeskoordinierungsstelle an den Bedarf angepasste Mobile Interventionsteams aus den Ressourcen des Beratungsnetzwerks zusammen.

Seit 2011 wird die Arbeit der Beratungsnetzwerke im Rahmen des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN weiter gefördert.

Mehr über die Arbeitsweise der Beratungsnetzwerke erfahren Sie hier.

Programmsäule 2: Förderung thematischer Modellprojekte

Zwei Modellprojekte erprobten drei Jahre lang, wie die Erfahrungen aus der Arbeit der landesweiten Beratungsnetzwerke in die Regelarbeit von Verbänden und Vereinen einfließen kann.

Modellprojekt 1: Deutsche Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband e.V. – Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie.

Ziel des Projektes war es, im Verband der Jugendfeuerwehren zu helfen, Strukturen zu entwickeln und integrieren, die Hilfestellung für den Umgang mit rechtsextremistischen Vorfällen und antidemokratischen Verhalten geben. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie bei BIKnetz.

Modellprojekt 2: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement – Zivilgesellschaft stärken. Handlungsempfehlungen gegen Rechtsextremismus im strukturschwachen ländlichen Raum.

Ziel dieses Projektes war es, Handlungsempfehlungen zur Frage zu erarbeiten, wie Bürgerinnen und Bürger auf rechtsextreme Propaganda oder fremdenfeindliche und rassistische Aktivitäten insbesondere in Dörfern und Kleinstädten reagieren können. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie bei BIKnetz.

Programmsäule 3: Aufgabenbereiche der Zentralstelle und Programmevaluation

Für die Umsetzung der Programmadministration sowie für die Organisation  von Fachkongressen und Fortbildungsveranstaltungen für die Programmpartner wurde bei der der Stiftung Demokratische Jugend eine Zentralstelle eingerichtet.


Gemeinsamer Abschlussbericht der Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“

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