Inside Out – Wupppertalerinnen und Wuppertaler nehmen an weltweiter Fotoaktion teil

Zusammen etwas gestalten, künstlerisch tätig sein, dabei den Stadtteil verschönern und lebenswerter machen; mit seinen Street-Art-Projekten will der Lokale Aktionsplan Wuppertal Nachbarschaften aktivieren, für ihr direktes Wohnumfeld selbst tätig zu werden.

Im Rahmen des in 2014 durchgeführten Projekts „Street A TAG“ sollen 10 einzelne Street Art-Aktionen in 10 Stadtteilen mit sehr gemischter Bewohnerstruktur umgesetzt werden. Bei der Street-Art allgemein geht es um alle Aktionen oder Eingriffe, die den öffentlichen Raum verändern oder im öffentlichen Raum stattfinden, bei dem die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, sich und ihre Botschaft zu präsentieren und positiv auf ihren eigenen Lebensraum mit einzuwirken. Besonders gilt es, über Projekte Ausgrenzungen einzelner Bevölkerungsgruppen entgegen zu wirken und diese in den Gesamtprozess mit einzubeziehen.

Mit Jugendlichen ansässiger Wuppertaler Schulen und Jugendzentren werden Ideen erarbeitet sowie mögliche Orte für die Umsetzung der Projekte gesucht. Nicht jede Wand eignet sich dazu, mit Street Art verziert zu werden. Und es kann Bewohnerinnen und Bewohner geben, die wenig Verständnis für diese Art des künstlerischen Ausdrucks haben. Deshalb sind besonders die gemeinsame Planung und die rechtzeitige Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner sehr wichtig. Insgesamt soll die Verwirklichung solcher Projekte den Dialog der Jugendlichen untereinander und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Stadtteil fördern. Außerdem stärken gemeinsame Ziele das Miteinander, die Toleranz und den Zusammenhalt von Nachbarschaften.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Wuppertal warten vor dem Photo-Bus. Quelle LAP Wuppertal.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Wuppertal warten vor dem Photo-Bus. Quelle LAP Wuppertal.
Das Wuppertaler Weinkontor wird mit den entstandenen Portraits beklebt. Quelle: LAP Wuppertal
Das Wuppertaler Weinkontor wird mit den entstandenen Portraits beklebt. Quelle: LAP Wuppertal

So wurde als Teil des Projekts auch das so genannte Weinkontor, ein imposantes und geschichtsträchtiges Gebäude in Wuppertal-Elberfeld West, unter dem Motto „different faces – different views“ mit 674 Portraits von Passantinnen und Passanten, die sich spontan haben fotografieren lassen, geschmückt. Die Initiatoren wollten mit diesem Thema ganz viele Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, Religion, Kultur, unterschiedlichen Geschlechts und sexueller Orientierung zusammen bringen, um sich damit gegen Vorurteile und Rassismus und für Toleranz auszusprechen und dies auch bildlich und öffentlich auszudrücken. Und „ganz nebenbei“ förderte die spannende Fotoerstellung selber, das gemeinsame Warten, bis das eigene Portrait fertig war und das Ankleben an die Hauswand die Kommunikation untereinander zusätzlich.

Diese Fotoaktion stellte wiederum einen Teil der weltweiten „Inside Out“-Aktion des berühmten, französischen Paste-Up Street Art-Künstlers JR dar. Er bzw. sein Team der „Social Animals“ aus Paris portraitiert unter anderem in ihrem rollenden „Photobooth Truck“ Menschen in der ganzen Welt zu globalen oder lokale wichtigen Projektthemen, die die Veranstalter selber bestimmen. Durch diese Aktionen sollen die Menschen ausdrücken, was Ihnen wichtig ist und so gemeinsam versuchen, die Welt  „Inside out“ zu verändern. Die entstandenen Fotos werden dann z. B. in riesigen „Freiluftausstellungen“ gezeigt.

Informationen zum Street Art-Projekt bzw. zur Inside Out-Aktion:
www.street-a-tag.de
www.facebook.com/streetatag
http://instagram.com/street_a_tag
www.insideoutproject.net/en
LAP Wuppertal: http://www.wuppertaler-initiative.de/qtoleranz-foerdern-kompetenz-staerkenq-lokaler-aktionsplan