
Förderphase 2007-2010
In den Jahren 2007/2010 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die beiden Bundesprogramme "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" und "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus" umgesetzt. Diese beiden Programme arbeiten seit 2011 unter dem gemeinsamen Dach "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" zusammen.
Bundesprogramm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"
Das Bundesprogramm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" hatte zum Ziel, ein Bewusstsein für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und Rechtsextremismus sowie Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu bekämpfen.
Das Programm wurde am 1. Januar 2007 gestartet und im präventiv-pädagogischen Bereich angesiedelt. Es diente der Bewusstseinsbildung und war auf langfristige Wirkungseffekte ausgerichtet. In den Jahren 2007 bis 2010 sind dafür jährlich 19 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt worden.
Zielgruppen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT." waren insbesondere Kinder und Jugendliche, rechtsextremistisch gefährdete junge Menschen, Migrantinnen und Migranten, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie lokal einflussreiche und deutungsmächtige Akteursgruppen.
Gefördert wurden Lokale Aktionspläne in kommunaler Verantwortung zur Stärkung der Demokratieentwicklung vor Ort und Modellprojekte, die innovative und übertragbare Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entwickelt und erprobt haben. Im Zeitraum 2007/2010 wurden insgesamt 90 Lokale Aktionspläne - davon 60 in den neuen Bundesländern und 30 in den alten Bundesländern - sowie über 90 Modellprojekte gefördert.
Bundesprogramm "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus"
Von 2007/2010 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit den Bundesländern den Aufbau von landesweiten Beratungsnetzwerken gegen Rechtsextremismus gefördert. Das Ziel: Bei Vorfällen mit rechtsextremem, fremdenfeindlichem und antisemitischem Hintergrund sollen die Menschen vor Ort schnelle Hilfe und Beratung erhalten. Aus einem Pool von Expertinnen und Experten der Beratungsnetzwerke werden jeweils anlassbezogene Mobile Beratungsteams zusammengestellt. Diese leisten in akut bedrohlichen Situationen schnelle und professionelle Unterstützung und sind auch behilflich bei der Suche nach dauerhaften Lösungen, wie Krisensituationen bewältigt werden können. Für das Programm "kompetent. für Demokratie" sind bis zu fünf Millionen Euro pro Jahr aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt worden.
Hier finden Sie den Abschlussbericht als Download.
Abschlussbericht
Den Abschlussbericht der beiden Vorgängerprogramme "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" und "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus" finden sie hier (PDF, 1.4 MB)



