Toleranzrouten in Fürth; Lokaler Aktionsplan fördert Entwicklung eines GPS-gestützten Stadtrundgangs für Schulklassen

Im Rahmen eines Projektes des Lokalen Aktionsplans Fürth entwickelte das Jugendmedienzentrum Connect speziell für Jugendliche ab 7. Klasse vier Routen durch die Stadt, auf denen schwerpunktmäßig verschiedenste Orte zur Geschichte, Kultur, Religion und Gesellschaft in Fürth angesteuert werden.

Logo des Projekts „Toleranzrouten in Fürth“, Quelle: Jugendmedienzentrum Fürth
Logo des Projekts „Toleranzrouten in Fürth“, Quelle: Jugendmedienzentrum Fürth

Pädagogen/-innen können sich beim Jugendmedienzentrum anmelden, wenn sie daran interessiert sind, mit ihrer Schulklasse anhand der Toleranzrouten ihre Stadt näher kennenzulernen und geschichtliche und gesellschaftliche Hintergründe zu erforschen. Die Schüler/-innen werden in Kleingruppen mit einem GPS-Gerät, Tablet-Computer, einem Roadbook, Arbeitsblättern, aber auch einem (Papier-)Stadtplan und Notfallplan ausgerüstet. Sie steuern dann eigenständig mit Hilfe des GPS-Geräts (Global Positioning System) markante Punkte im Stadtgebiet an, können mit dem Tablet-Computer den QR-Code (Quick Response Code) vor Ort scannen und erhalten auf einer sich öffnenden Internetseite Informationen zum Standort. Diese können textlich, als Audiointerview und per Kurzfilm erfolgen. Zwischen den Stationen müssen die Jugendlichen Aufgaben erfüllen, Fragen beantworten, Passanten interviewen und können bei der Bearbeitung einzelner Punkte die eigene Kreativität ausleben. Am Ende der Route gibt es eine Auswertung und Abschlussbesprechung mit allen Teilnehmern/-innen; außerdem kann das beste Team einen kleinen Preis gewinnen.

Durch die Entdeckung der Stadt mit Hilfe dieser pädagogisch begleiteten Routen sollen die Schüler/-innen zur Teamarbeit motiviert werden, Aufgaben verteilen und zusammen Lösungen finden. Nur ein tolerantes Miteinander, wobei die Stärken und Schwächen  der einzelnen Teammitglieder akzeptiert werden, führt zum gemeinsamen Ziel. Außerdem wird gefördert, dass sie Kontakte zu anderen Menschen aufnehmen, Informationen zur Stadtgeschichte aufarbeiten und in die heutige Zeit übertragen. In Verbindung mit der technisch-spielerischen Herausforderung können Jugendliche heutzutage so zudem besser motiviert werden als durch einen „klassischen“ Stadtrundgang mit rein schriftlichen Informationen.

Informationen zum Projekt auf der Internetseite des Lokalen Aktionsplans Fürth http://www.fuerther-vielfalt.de/projekte/projekte-2013.html und im Jugendmedienzentrum Connect www.toleranzroute.de